Beschlüsse



Erlenbach, 1. Februar 2003

Mehr Sozialkundeunterricht an Bayerns Schulen

Gemäß aktueller Vorhaben der CSU soll das eine Lehrjahr "Sozialkunde" an bayerischen Gymnasien von der 10. in die 11. Jahrgangsstufe verschoben werden.
Der Bezirksverband der Jungen Liberalen Unterfranken fordert, dass dieses Vorhaben ad acta gelegt wird und stattdessen der Sozialkunde-Unterricht eine Aufwertung erfährt.
So müsste das Fach an Gymnasien früher eingeführt werden (z.B. in der 9. Jahrgangsstufe) und länger unterrichtet werden. Die Wochenstundenzahl sollte für dieses Unterrichtsfach grundsätzlich auf zwei erhöht werden. Auch in anderen Schulzweigen soll in Zukunft der politischen Bildung mehr Zeitraum zu Entfaltung gegeben werden.

Politische und gesellschaftliche Bildung ist für den ausgebildeten Jugendlichen aus vielerlei Gründen von größter Wichtigkeit. Momentan hat ein bayerischer Gymnasiast nur ein Jahr Sozialkunde in seiner gesamten Schulzeit, wenn er das Fach nicht in der Kollegstufe belegt.
Und selbst in diesem einen Schuljahr wird nur 1½ Wochenstunden Sozialkunde unterrichtet. Die neuen Vorhaben der Staatsregierung haben eklatante Folgen:
Ein Abgänger, der nach der 10. Jahrgangsstufe die Schule mit dem Mittlere Reife - Zeugnis verlässt, wird ohne jegliche politische Vorkenntnisse in das Berufsleben eintreten, soweit sie nicht anderweitig erworben wurden. Dies ist für das Land Bayern ein unerträglicher Zustand, den es gilt zu beseitigen.